Getreide Kunde
war bei uns bis ins
19. Jahrhundert als Breigetreide ein bedeutendes Nahrungsmittel. Sie wurde
später von der Kartoffel und dem Reis verdrängt. Hafer- und Reisbrei traten an
Ihre Stelle. Die Hirse ist sehr wärmeliebend und kommt mit wenig Niederschlägen
aus. Heutzutage werden die vielen verschiedenen Hirsearten hauptsächlich in
Afrika, Indien und China angebaut.
Auch die Hirse muß entspelzt werden, damit sie essbar ist. Aber auch die
geschälte Hirse ist noch vollwertig, da ihre Wirkstoffe im ganzen Korn
vorhanden sind. Durch das entspelzen kann möglicherweise der Keim verletzt
werden. Das Keimöl kann während längerer Lagerung ranzig werden. Um einen
bitteren Geschmack zu vermeiden sollte Hirse vor der Verarbeitung heiß
gewaschen werden.
Hirse ist das mineralstoffreichste Getreide. Sie enthält viel Kieselsäure (gut
für Haut, Haare und Nägel) sowie viel Eisen und Fluor. Sie ist leicht
verdaulich und somit gut geeignet für Menschen mit empfindlichem
Magen-Darm-Trakt.
Hirse besitzt kein Klebereiweiß, ist daher zum Backen weniger geeignet, für
eine glutenfreie Kost jedoch ein wichtiger Bestandteil.
