Feuchtigkeit

Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts

Die Bestimmung des Feuchtigkeitsgehaltes des Getreides ist eine sehr wichtige Untersuchung der MĂŒllerei. Getreide ĂŒber 15 % Feuchtigkeitsgehalt sollte unbedingt getrocknet werden, da ansonsten nur eine eingeschrĂ€nkte, kurze Lagerung des Getreides möglich ist.

Als lagerfest gilt Getreide mit max. 14,0 %.

Um eine möglichst schnelle GetreideĂŒbernahme zu ermöglichen, wird der Feuchtigkeitsgehalt von Getreide hauptsĂ€chlich mit einem justierten NIR-GerĂ€t (Infrarot-Messung) oder anderen SchnellbestimmungsgerĂ€ten (z.B. HoH Express) durchgefĂŒhrt. Diese Methode ist zwar nicht eichfĂ€hig, gibt aber trotzdem sehr zuverlĂ€ssige Werte. Bei Vermahlungsprodukten (Mehl) betrĂ€gt der Feuchtigkeitsgehalt je nach Ausmahlungsgrad zwischen 14 und 15 %.

Trockenes Getreide muss fĂŒr einen optimalen und vorallem gleichmĂ€ĂŸigen Vermahlungsprozeß auf einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 16,5 % „aufgenetzt“ werden. Durch diese Befeuchtung wird die Schale zĂ€h und der Mehlkörper weich. Nur so ist eine schonende Trennung des Mehlkörpers (Endosperm) von der Getreideschale (Kleie) möglich.

Bei Mehlen und Vermahlungsprodukten wird der Feuchtigkeitsgehalt nach der ICC-Standard Methode (Nr. 110) durchgefĂŒhrt. Das bedeutet, dass eine bestimmte Mehlmenge (10g) in einem auf 130°C erhitzten Trockenschrank 90 min lang getrocknet wird. Aus dem Substanzverlust wird der Feuchtigkeitsgehalt des Produktes ermittelt.