Presseinformation

Ernteanalyse und chronologische Ernteberichte 2011 !!! Haberfellner Erntevergleich 2010 vs. 2011 AIZ Information ĂŒber Ernteverlauf 2011 Haberfellner chronologische Ernteinformation 2011 VfG Ernteberichte Nr.01 und 02 Ernte 2011 
Ernteanalyse und chronologische Ernteberichte 2011 !!!
2011-08-18

WEIZEN
Die Weizenernte 2011 ist in Österreich weitgehends abgeschlossen. Die ErnteertrĂ€ge sind wider Erwarten - aufgrund der Trockenheit in FrĂŒhjahr - doch relativ gut ausgefallen. Es wird bei Weizen von einem Ertrags-Plus gegenĂŒber dem Vorjahr von durchschnittlich 10% berichtet. Die Weizen- qualitĂ€ten sind aufgrund der mehrmaligen, wetterbedingten Ernteunterbrechungen sehr heterogen eingebracht worden. In weiten Teilen Österreichs, vor allem im Wald- und Weinviertel, sowie in Oberösterreich musste der Weizen relativ feucht geerntet werden, um die QualitĂ€ten vor drohenden AuswuchsschĂ€den zu sichern. Durch die zu VerfĂŒgung stehenden TrocknerkapazitĂ€ten, die in fast allen grĂ¶ĂŸeren GetreideĂŒbernahmestellen vorhanden sind, konnte jedoch der geerntete Weizen ausreichend auf ein lagerfĂ€higes Feuchtigkeitsniveau von max. 14,0-14,5% Feuchtigkeit heruntergetrocknet werden.Bislang haben wir erst wenige Lieferungen bzw. Muster der Ernte 2011 erhalten, wodurch wir Ihnen nur einen Status-Quo-Vergleich der QualitĂ€ten der Ernte 2011 vs. der Ernte 2010 geben können.Bitte entnehmen Sie die Vergleichswerte aus der beigefĂŒgten Tabelle. (Erntevergleichswerte)

Niederösterreich
Im Großen und Ganzen weisen die von uns ĂŒbernommenen Weizenpartien aus Niederösterreich sehr gute bzw. vergleichbare QualitĂ€ten zum Vorjahr auf. Dies sind aber keine reprĂ€sentativen Durchschnittswerte ĂŒber die gesamte österreichische Erntemenge, sondern lediglich subjektive, von unserem MĂŒhlenlabor ermittelte Vergleichswerte unserer Übernahmemengen.
Unsere Getreidelieferanten erwarten sich im Gesamtdurchschnitt ca. 0,8-1,0 % weniger Proteingehalt gegenĂŒber dem Vorjahr und teilweise sehr unterschiedliche Fallzahlen.

Oberösterreich
In Oberösterreich hat sich die Ernte durch die eingesetzte, lĂ€ngere Regenperiode zum eigentlichen Erntezeitpunkt leider verzögert. Dennoch sind die Hektoliter-Gewichte noch sehr gut ausgefallen. Die Proteinwerte haben durch die ebenso höheren ErtrĂ€ge gelitten. Es wird erwartet - wie in Niederösterreich – dass die Proteinwerte um ca. 0,2-0,7 % niedriger liegen als im Vorjahr. Weizen, der jetzt noch auf den Feldern steht, kann grĂ¶ĂŸtenteils wahrscheinlich lediglich nur noch fĂŒr Futterzwecke eingesetzt werden.

ROGGEN
Die Roggenernte im grĂ¶ĂŸten Anbaugebiet Österreichs, dem Wald- und Weinviertel, wo ca. 80% des österreichischen Roggens angebaut und geerntet werden, hat erst dieser Tage wieder eingesetzt. Es wird ebenso von sehr heterogenen QualitĂ€ten, bedingt durch die unterschiedlichen, sortenbedingten ReifezustĂ€nde des geernteten Roggens, berichtet. SpĂ€tere Roggensorten können derzeit noch mit akzeptablen Fallzahlen (> 150 sek. / > 500 AE) eingebracht werden. Bei frĂŒheren Roggensorten wird aber schon von Fallzahlen unter 100 sek. berichtet. Jener Roggen, der in Oberösterreich geerntet wurde, weist ĂŒberraschenderweise sehr sehr hohe Amylogrammwerte auf. Die oberösterreichische Roggenerte bzw. Marktleistung umfasst allerdings lediglich wenige hunderte Tonnen!
Guter Roggen scheint – zumindest derzeit – Mangelware zu sein, da auch in Deutschland die ErnteflĂ€che um 14% gegenĂŒber dem Vorjahr zurĂŒckgegangen ist. Dazu kommt, dass große Teile - es wird von ĂŒber 40-50% berichtet - der deutschen Roggen-ErnteflĂ€che noch immer auf den Feldern steht und die QualitĂ€t dieses Roggens nicht abgeschĂ€tzt werden kann. Dies gilt auch fĂŒr Polen und Tschechien, ebenso bedeutende Roggen-Anbaugebiete in Europa.

Weitere Informationen zur Ernte 2011 entnehmen Sie bitte aus den beigefĂŒgten Downloads der Ernteberichte der Versuchsanstalt fĂŒr Getreideverarbeitung, sowie den AIZ Informationen und unseren chronologischen Ernteaufzeichnungen.

(Alle angesprochenen Berichte finden Sie unter den Downloadsymbolen in der Titelleiste.)

Wirtschaftsblatt OÖ. 30. September 2010 
Wirtschaftsblatt OÖ. 30. September 2010
2010-09-30
Wirtschaftsblatt.at | ÖSTERREICH | Unternehmen | Oberösterreich |

Haberfellner startet nÀchste Ausbauwelle

29.09.2010 | 16:42 | Karl Leitner/OÖ. (Wirtschaftsblatt)

Markus Haberfellner investiert weiter stark in das Wachsstum der Firma. FĂŒr heuer erwartet er einen Umsatzrekord. Auch, weil die neue Bio-Schiene boomt.

Grieskirchen. Der MĂŒhlenbetreiber Markus Haberfellner will seine Standorte in Oberösterreich krĂ€ftig ausbauen. Geplant sind Investitionen von neun Millionen € in die Erweiterung des Haupt-werkes Grieskirchen sowie der Bio-MĂŒhle in St. Martin/Innkreis. Beide sollen neue Mehllager-Silos sowie Lagerhallen erhalten. Geplanter Baubeginn ist FrĂŒhjahr 2011.

„Wir passen uns an die Nachfrage und die Marktbedingungen an", sagt Firmenchef Markus Haberfellner zum WirtschaftsBlatt. In Grieskirchen soll mit dem Ausbau sichergestellt werden, dass „Großkunden immer die gleiche QualitĂ€t bekommen", in St. Martin soll die steigende Nachfrage nach Bio-Mehl befriedigt werden. Haberfellner hat St. Martin erst im Vorjahr gemeinsam mit dem MĂŒller Gregor Furthner adaptiert, um Bio-Mehl fĂŒr die Hofer-Linie „ZurĂŒck zum Ursprung" herzustellen. Haberfellner: „Bio steigt mehr als konventionelles Mehl, und das wird wohl weiter so bleiben." 700.000 € haben die beiden in das Bio-Joint-Venture investiert, weitere drei Millionen € sollen es 2011 werden.

Bio-Nachfrage steigt

Insgesamt hat Haberfellner in den vergangenen zehn Jahren 18 Millionen € in seine MĂŒhlen investiert. Als Grund, warum er auf die Bio-Schiene aufgesprungen ist, fĂŒhrt Haberfellner an, dass er „den Bio-Bereich nicht komplett Raiffeisen ĂŒberlassen" wolle. Die ĂŒber die Vonwiller-Gruppe in Raiffeisen-Besitz Schmid-MĂŒhle Rannersdorf liefert u.a. Bio-Mehl fĂŒr die Billa-Linie „Ja NatĂŒrlich".

FĂŒr heuer erwartet Haberfellner in St. Martin einen Austoß von 5000-6000 Tonnen. Nach dem Ausbau sollen es deutlich mehr werden, zumal geplant ist, das ExportgeschĂ€ft weiter anzukurbeln. Haberfellner: „Wir sind als Spezialanbieter im Ausland bekannt und wollen das ausbauen." 2009 wurden bereits 20 Prozent des Gesamtausstoßes von 72.000 Tonnen exportiert. HauptausfuhrlĂ€nder sind Deutschland, Tschechien, Ex-Jugoslawien und RumĂ€nien. Auch in die Getreidehochburg Australien hat die Grieskirchner MĂŒhle bereits Mehl geliefert.

Starker Umsatzanstieg

Aufgrund des guten GeschĂ€ftsverlaufs und des stark gestiegenen Getreidepreises erwartet Haberfellner fĂŒr heuer einen Umsatzsprung um mehr als 35 Prozent auf 33 bis 35 Millionen €. Das Ziel bleibe dennoch, „immer in mittelgroßen Schritten zu wachsen", sagt Haberfellner.

 

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Ernteinformation Deutschland Ernteinformation SchĂ€tzung Ernteinformation Übersee 
Ernteanalyse und chronologische Ernteberichte 2010
2010-09-20

Als Anlage finden Sie die jĂŒngsten Erntemitteilungen (international Welt, Europa, regaional Deutschland) und eine chronologische Abfolge von Ernteberichten.
 
Die Börsennotierung MATIF (Termin Nov 2010) notiert derzeit bei € 231,50 / to.
Die Globex/CBOT (Termin Dez 2010) liegt derzeit bei $ 734,00 / buschel = ~ € 210,00 / to.
 
Die Wiener Produktenbörse notierte am 01.12.2010
Weizen > 15,0% Protein 235-245,00 / to
Weizen > 14,0% Protein 220-235,00 / to
Weizen > 12,5% Protein 215-220,00 / to


Update der chronologischen Ernte-Nachrichten 2010

03.09.2010
Weizenernte im Norden vor dem Abschluss
Die Weizenernte ist in Nord - und Nordostdeutschland jetzt zu ĂŒber 90 Prozent eingebracht. Mit der Wetterbesserung zum Wochenende dĂŒrften die Erntearbeiten im Weizen zum Abschluss gebracht werden. Die QualitĂ€ten sind sehr unterschiedlich je nach Sorte und Reifegrad der BestĂ€nde. HĂ€ufig mĂŒssen die zuletzt geernteten Partien getrocknet werden, da sie mit Feuchtigkeitsgehalten von etwa 18 bis 25 Prozent eingebracht wurden. Ein Großteil der jetzt geernteten Weizenpartien weist wegen der niedrigen Fallzahlwerte nur noch FutterqualitĂ€ten auf. „Auf einigen guten Standorten jedoch sind die Fallzahlwerte mancher Partien selbst heute nach dem Regen gar nicht so schlecht", erklĂ€rt ein Mecklenburger LandhĂ€ndler. Die Proteingehalte erreichen bei diesen Partien ein hohes Niveau. FĂŒr A-Weizen berichten ErfassungshĂ€ndler von Werten zwischen 12,5 Prozent und 14,0 Prozent Protein. Die ErtrĂ€ge liegen nach Aussagen von HĂ€ndlern in diesem Jahr wenigsten 15 Prozent unter den hohen Vorjahresergebnissen.

Hamburger HĂ€ndler rechnen fĂŒr die kommenden Wochen mit einem fortgesetzt freundlichen Markt fĂŒr Weizen mit guten QualitĂ€ten. Guter Brotweizen ist vom Exporthandel gesucht und die ersten Schiffe sollen bald beladen werden.

Tageskommentar Rohstoffe: Russland verlÀngert Exportstopp bis zur nÀchsten Ernte
Die Weizennotierungen an der Matif und in Chicago haben sich moderat befestigt. Die ExportaktivitĂ€ten sind in den USA und in Europa Ă€ußerst rege. Die Maiskurse konnten sich behaupten. Soja notierte etwas fester. Raps zeigte auf hohem Niveau unterschwellige SchwĂ€chetendenzen. Bei Rohöl gab es zwar ein Plus, tendenziell bewegt sich aber wenig.

Weizen: Mit leichten Notizgewinnen an der Matif und an der Chicagoer Börse setzen die Weizennotierungen ihre AufwĂ€rtsbewegung fort. Die AnkĂŒndigung des russischen MinisterprĂ€sidenten Putin, dass Russland seinen Exportstopp fĂŒr Getreide bis zur kommende Ernte ausdehnen will, war keine große Überraschung. Das absehbare Getreidedefizit Russlands hĂ€tte ohnehin kaum Platz fĂŒr Exporte gelassen. Russland hatte seinen Exportstopp zunĂ€chst nur zum Jahresende terminiert. Die Weizenexporte florieren in den USA und in der EU gleichermaßen. Die EU hat in dieser Woche neue Exportlizenzen fĂŒr Weichweizen von 658.000 t zugeschlagen, an denen Deutschland mit 77.600 t beteiligt war. In den USA haben sich die wöchentlichen Exportzahlen auf ĂŒber 1 Mio. t summiert.

02.09.2010
Gute Fallzahlen aus den Höhengebieten
In den Höhengebieten WĂŒrttembergs wurden zuletzt gute WeizenqualitĂ€ten eingebracht. In Regionen der SchwĂ€bischen Alb werden 90 Prozent der Weizenernte als brauchbar bezeichnet. Bei 70 Prozent der Ware lagen die Fallzahlen höher als 220 Sek., 20 Prozent erreichten Fallzahlen von 150 bis 220 Sek. Lediglich 10 Prozent werden als FutterweizenqualitĂ€t eingestuft. Der Weizen war vor den RegenfĂ€llen noch nicht reif. Bei diesen guten Ergebnissen hat offenbar auch die Sorte den Ausschlag gegeben. Die ErtrĂ€ge bei diesen Partien lagen allerdings mit 80 bis 85 dt/ha auch unter den Werten des Vorjahres.

In den spĂ€ten Gebieten WĂŒrttembergs und Bayerns stehen noch etwa 5 Prozent der diesjĂ€hrigen Ernte. Regional können es in WĂŒrttemberg auch 20 Prozent sein. Von den jetzt noch zu erntenden FlĂ€chen werden allerdings keine guten QualitĂ€ten mehr erwartet. Auch von Hafer und Braugerste, die in diesen Regionen noch auf dem Halm stehen und eine weitere Regenperiode ĂŒberstehen mussten, wird kaum noch mit guten VerarbeitungsqualitĂ€ten gerechnet. (dg)

Deutscher MĂŒhlen kaufen ersten US-QualitĂ€tsweizen
Die Aussichten auf rege Exporte haben die Weizennotierungen an der Chicagoer Börse wieder ansteigen lassen. An der Matif gab es dagegen ein leichtes Minus fĂŒr den Weizen. Mais notierte in Chicago etwas fester. Der Sojakomplex schwĂ€chelt derzeit und die Kurse gaben etwas nach. Die Rapsnotierungen konnten sich trotz angestiegenen Rohölnotierungen nur knapp behaupten.
 
Weizen: An der Chicagoer Börse legten die Weizenfutures 8,50 US-$/t zu. Die guten Exportaussichten fĂŒr US-Weizen beflĂŒgelten die Notierungen. Ägypten hat einen Kauf ĂŒber 225.000 t Weizen in den USA besiegelt. Deutscher MĂŒhlen haben erstmals seit drei Jahren wieder hochwertigen US-QualitĂ€tsweizen fĂŒr Aufmischzwecke gekauft. Es handelt sich um einen Abschluss ĂŒber 20.000 t.  
Die Matif machte die KurssprĂŒngen Chicagos wie schon Vortag nicht mit und schloss mit leichten Notizverlusten.
Die argentinische Weizenernte wird nach einer SchĂ€tzung der Getreidebörse in Rosario nicht so optimistisch ausfallen, wie die  PrĂ€sidentin Fernandez vor kurzem schĂ€tzte. Die Börse rechnet nur mit einer argentinischen Weizenernte von 9 bis 10,5 Mio. t. Das ist aber deutlich mehr als im Vorjahr, in dem Argentinien nur 7,5 Mio. t Weizen geerntet hatte. In Pakistan hat die Flut mindestens 500.000 t Weizen vernichtet. Laut FAO fehlen diese Mengen fĂŒr die kommende Weizenaussaat.

01.09.2010
QualitÀten sacken unter Futterniveau
Der nasse August hat die Ernte in ThĂŒringen besonders hart getroffen. Noch immer steht Weizen auf dem Halm, dessen QualitĂ€t schon nicht mehr fĂŒr Futterweizen reicht. In ThĂŒringen ist noch immer rund ein Drittel des Weizens nicht geerntet. Am Wochenende sind Partien mit Feuchtegehalten von 15 bis ĂŒber 20 Prozent eingefahren worden. Die Trocknungsanlagen im Handel wie bei den Landwirten sind mehr als ausgelastet. HĂ€ndler berichten, dass sie Probleme haben mit den Mengen an feuchtem und ausgwachsenem Getreide zurechtzukommen. Oftmals reichen die QualitĂ€ten des Weizens noch nicht einmal mehr fĂŒr Futterweizen aus. Der Anteil an Auswuchsgetreide im Erntegut variiert mittlerweile zwischen 50 und 100 Prozent.

Die großen Probleme in der Vermarktung stehen allerdings noch bevor. Denn QualitĂ€tsgetreide wird in ThĂŒringen vor allem auf Termin bis in den Dezember verkauft. Noch gibt es keine Lösung zwischen Handel, Landwirten und MĂŒhlen, wie die QualitĂ€tsausfĂ€lle bei E-Weizen gehandhabt werden können. Sicher ist, dass der Handel und die MĂŒhlen QualitĂ€tsweizen 2010/11 im großen Stil zukaufen mĂŒssen. Bei den Fallzahlen fĂŒr B- und A-Weizen bestĂ€tigen Landwirte und Handel ZugestĂ€ndnisse seitens der MĂŒhlen. Einige MĂŒhlen akzeptierten mittlerweile Fallzahlen bis zu 150 Sek. (sta)

31.08.2010
Tageskommentar Rohstoffe: Weitere Zugewinne fĂŒr den Weizen
BefĂŒrchtungen ĂŒber sinkende globale WeizenbestĂ€nde und die qualitativ schlechte Weizenernte in Deutschland haben die Weizennotierungen an der Matif und in Chicago erneut ansteigen lassen. Auch Mais profitierte von den festeren Weizenpreisen. Der Sojakomplex notierte etwas schwĂ€cher. Raps setzte die Tendenz der Vortage mit Kursgewinnen fort. Die Rohölpreise orientieren sich schon wieder nach unten.
 
Weizen: Die schlechte QualitĂ€t der deutschen Weizenernte hat sich bis nach Chicago herumgesprochen und diente als ein Argument fĂŒr eine festere Börseneröffnung. Die Weizenkurse in Chicago bewegten sich zeitweise im zweistelligen Dollar-Bereich je Tonne im Plus, schlossen aber deutlich unter den Tageshochs. An der Matif lagen die Weizenkurse bei Börsenschluss fĂŒr die vorderen Termine 7 €/t ĂŒber dem Vortag. Der November notierte zeitweise nur knapp unter 230 €/t.

Die BefĂŒrchtungen ĂŒber weiter sinkende globale WeizenbestĂ€nde erhielten durch die das trockene Wetter in der sĂŒdlichen HemisphĂ€re neuen Auftrieb. Sowohl in Argentinien als auch in Westaustralien ist es fĂŒr den Weizen zu trocken. Im Westaustralien werden 40 bis 50 Prozent der australischen Weizenernte erzeugt. Die nördlichen Teile Russland habe zwar NiederschlĂ€ge abbekommen, aber im SĂŒden Russlands und im Osten der Ukraine fehlen NiederschlĂ€ge fĂŒr die Winterweizenaussaat.

GetreidequalitĂ€ten in ThĂŒringen in kritischem Zustand
In ThĂŒringen ist die diesjĂ€hrige Getreideernte zu zwei Dritteln eingebracht. Die QualitĂ€ten der ungeernten Partien bewertet das Agrarministerium als kritisch. "Die Erntemengen sind im Vergleich zum langjĂ€hrigen Durchschnitt akzeptabel. Kritisch ist die QualitĂ€t bei Partien, die noch nicht geerntet sind", sagte ThĂŒringens Landwirtschaftsminister JĂŒrgen Reinholz bei der Erntekonferenz in Bad Langensalza. Derzeit seien zwei Drittel der Felder geerntet. Der Anbau von Getreide und ÖlfrĂŒchten erfolgt in ThĂŒringen 2010 auf einer FlĂ€che von rund 500.000 ha. Seit dem Witterungsumschwung Mitte Juli konnten die Landwirte nur wenige Tage mit den  MĂ€hdreschern auf den Feldern arbeiten. Die Wintergerste liege mit rund 72 dt/ha fast auf Vorjahresniveau. Winterweizen sei erst zur HĂ€lfte abgeerntet und stehe noch auf mehr als 100.000 ha, fĂŒhrte Reinholz aus. Der Durchschnittsertrag fĂŒr Weizen betrage rund 10 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die QualitĂ€ten der noch zum Drusch anstehenden Kulturen seien sehr differenziert.  Besonders beim Winterweizen, der in ThĂŒringen vorwiegend in den hohen QualitĂ€tsstufen E und A fĂŒr Backweizen angebaut werde, dĂŒrften die erforderlichen Werte bei Rohprotein und Fallzahl nicht mehr erreichbar sein. Wenn möglich, mĂŒssten die noch guten Partien so schnell wie  möglich gedroschen werden, so der Minister. Danach sollten sie nach QualitĂ€ten sortiert eingelagert werden. (da)

BefĂŒrchtungen ĂŒber sinkende globale WeizenbestĂ€nde und die qualitativ schlechte Weizenernte in Deutschland haben die Weizennotierungen an der Matif und in Chicago erneut ansteigen lassen. Auch Mais profitierte von den festeren Weizenpreisen. Der Sojakomplex notierte etwas schwĂ€cher. Raps setzte die Tendenz der Vortage mit Kursgewinnen fort. Die Rohölpreise orientieren sich schon wieder nach unten.
 
Weizen: Die schlechte QualitĂ€t der deutschen Weizenernte hat sich bis nach Chicago herumgesprochen und diente als ein Argument fĂŒr eine festere Börseneröffnung. Die Weizenkurse in Chicago bewegten sich zeitweise im zweistelligen Dollar-Bereich je Tonne im Plus, schlossen aber deutlich unter den Tageshochs. An der Matif lagen die Weizenkurse bei Börsenschluss fĂŒr die vorderen Termine 7 €/t ĂŒber dem Vortag. Der November notierte zeitweise nur knapp unter 230 €/t.

Die BefĂŒrchtungen ĂŒber weiter sinkende globale WeizenbestĂ€nde erhielten durch die das trockene Wetter in der sĂŒdlichen HemisphĂ€re neuen Auftrieb. Sowohl in Argentinien als auch in Westaustralien ist es fĂŒr den Weizen zu trocken. Im Westaustralien werden 40 bis 50 Prozent der australischen Weizenernte erzeugt. Die nördlichen Teile Russland habe zwar NiederschlĂ€ge abbekommen, aber im SĂŒden Russlands und im Osten der Ukraine fehlen NiederschlĂ€ge fĂŒr die Winterweizenaussaat.

Getreideernte in NRW unterdurchschnittlich
Die diesjĂ€hrige Getreideernte in Nordrhein-Westfalen fĂ€llt mit einer Menge von 3,84 Mio. t etwa 16 Prozent kleiner als im Vorjahr aus. Im Durchschnitt aller Getreidearten liegen die ErtrĂ€ge etwa 7 Prozent unter dem Schnitt der vergangenen sechs Jahre. „Die Landwirte werden mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die diesjĂ€hrige Ernte zurĂŒckblicken. Bei den ansteigenden Getreidepreisen bleiben ihnen aber finanzielle Einbußen erspart“, bilanzierte der neue nordrhein-westfĂ€lische  Landwirtschaftsminister Johannes Remmel heute in DĂŒsseldorf gemeinsam mit Johannes Frizen, dem PrĂ€sidenten der Landwirtschaftskammer NRW, das Ernteergebnis.
 
Je spĂ€ter der Druschzeitpunkt lag, desto schwĂ€cher wurden die QualitĂ€ten. Nach EinschĂ€tzung von Frizen können 30 bis 40 Prozent des Winterweizens nur noch als Futterweizen vermarktet werden. ZusĂ€tzlich seien diese Partien durch erhebliche Trocknungskosten belastet worden. Bei Winterweizen fehlen den Landwirten gegenĂŒber der Ernte 2009 rund 10 dt/ha. Das Vorjahresergebnis wurde um 13 Prozent und das langjĂ€hrige Mittel um 9 Prozent verfehlt.  Die WeizenertrĂ€ge lagen im Rheinland im Schnitt bei 77 dt/ha und im Westfalen bei 75 dt/ha. Beim Roggen werden die ErtrĂ€ge von 54 dt/ha voraussichtlich den Vorjahreswert um 18 Prozent und den langjĂ€hrigen Wert um 14 Prozent unterschreiten. Auch die RoggenqualitĂ€ten haben zum Ende der Ernte stark gelitten.
 
Die Wintergerste litt weniger unter der Trockenheit. Mit einem Durchschnittsertrag von 67dt/ha liegt das Ergebnis 10 dt/ha unter dem SpitÂŹzenergebnis des Vorjahres und etwas unter dem langjĂ€hrigen Mittel. Auch Braugerste ist relativ gut ĂŒber die Runden gekommen. Einen krĂ€ftigen Einbruch gab es dagegen bei Triticale. GegenĂŒber dem Vorjahr ging der Ertrag mit 56 dt/ha um 24 Prozent zurĂŒck und auch der sechsjĂ€hrige Durchschnitt wurde mit einem Minus von 13 Prozent deutlich verfehlt. Bei Hafer deuten sich mit 42 dt/ha schwache ErtrĂ€ge an. (St)


30. August 2010
Wasser schÀdigt FlÀchen in Brandenburg
EnttĂ€uschte Gesichter in Brandenburg ĂŒber die diesjĂ€hrige Getreideernte. Im Oderbruch warten noch viele FlĂ€chen auf die Ernte. Brandenburgs Landwirte haben in diesem Jahr rund 15 Prozent weniger Getreide geerntet, teilte der Landesbauernverband in Potsdam mit. Zu Beginn der Ernte konnte die Gerste noch mit guten Ergebnissen eingebracht werden, bilanzierte der Landesbauernverband. Auch der Raps konnte sich „noch sehen lassen." Der Regen in den  vergangenen Wochen macht die Felder unbefahrbar und die Kornfeuchte verhindert den Drusch. Noch 90.000 ha warten auf die Ernte. Gerade in den ĂŒberschwemmten Regionen im Oderbruch sind die Landwirte froh, wenn sie das Getreide ĂŒberhaupt vom Acker bekommen. Derzeit sind in Brandenburg mehr als 20.000 ha von WasserschĂ€den betroffen.

Mit einem mittleren Getreideertrag von 47,3 dt/ha liegt die Druschernte 2010 etwa 15 Prozent unter dem Vorjahreswert. WĂ€hrend die Gerste nur 4,5 Prozent Verlust aufweist, sind bei Raps 14 Prozent und bei bei Weizen 13 Prozent Verluste zu verzeichnen. Die grĂ¶ĂŸten ErtragsausfĂ€lle hat der Roggen. Hier bleiben die ErtrĂ€ge um 27 Prozent unter dem Vorjahreswert. In Brandenburg wurde zur Ernte 2010 Getreide auf insgesamt 504.000 ha angebaut. (da)

Dauerregen verzögert in Niedersachsen Ende der Ernte
Vier Tage mit ergiebigen RegenfĂ€llen haben die Weizenernte in Niedersachsen vorerst unterbrochen. Die Hoffnungen auf gute QualitĂ€ten schwinden. Die grĂ¶ĂŸten Niederschlagsmengen fielen mit bis zu 200 Litern/m2 im Raum OsnabrĂŒck. Betroffen war auch das Harzvorland, wo mit rund 20 Prozent auch noch der meiste Weizen auf dem Halm steht. Kaum abzuschĂ€tzen ist, wie schnell die Ernte auf den aufgeweichten Böden wieder aufgenommen werden kann. Die Hoffnungen auf gute QualitĂ€ten sind nun auch auf den spĂ€ten Lagen gesunken. Vor dem Regen wurde dort noch Brotweizen gedroschen. Im restlichen Niedersachsen ist die Getreideernte bis auf kleine RestflĂ€chen an der KĂŒste abgeschlossen. Die ErtrĂ€ge liegen rund 10 Prozent unter dem FĂŒnfjahresdurchschnitt. Die QualitĂ€ten variieren stark.

LandhĂ€ndler stehen vor der Herausforderung, mĂŒhlentaugliche Partien zu separieren. Nach ersten SchĂ€tzungen erfĂŒllt rund die HĂ€lfte des Weizens die AnsprĂŒche der MĂŒhlen. Probleme bereiten ĂŒberall die niedrigen Hektolitergewichte. Auch die Fallzahlen sind zuletzt gesunken. Im Raum Hannover-Hildesheim erreichte der in der vergangenen Woche geerntete Weizen meist nur noch Werte von unter 90 Sek. Die Hektolitergewichte lagen dort bei rund 70 bis 72 kg.

Relativ gute QualitĂ€ten mit höheren Hektolitergewichten wurden westlich der Weser geerntet, wo der Weizendrusch schon vor zehn Tagen beendet werden konnte. Weil die LandhĂ€ndler dort den Weizen in den eigenen FuttermĂŒhlen verarbeiten, werden bei der Anlieferung keine Fallzahlen gemessen. Wegen des Preisabstandes zwischen Futter- und Brotweizen haben einige Handelsunternehmen begonnen, beim eingelagerten Weizen die Fallzahlen zu ermitteln, um ihn bei entsprechenden Ergebnissen als Brotweizen vermarkten zu können. Große QualitĂ€tsunterschiede gibt es auch beim Roggen. Die Versorgung der MĂŒhlen mit Brotroggen ist nach Ansicht der ErfassungshĂ€ndler aber gesichert. (SB)


28. August 2010
Nordafrika kauft EU-Getreide
In die EU gelangt derzeit kaum Getreide aus DrittlÀndern. Hingegen herrscht wÀhrend der Sommermonate ein lebhafter Exporthandel in der Gemeinschaft. Die ErnteausfÀlle in Russland und den SchwarzmeerlÀndern zeigen Auswirkungen auch auf den europÀischen Getreidemarkt. Die Getreideeinfuhren in die EU-LÀndern sind von Beginn des Wirtschaftsjahres 2010/11 im Juli bis zum 24. August mit 1,1 Mio. t niedriger als im Vorjahr mit rund 1,7 Mio. t. Russland hat seit Mitte August ein Exportembargo verhÀngt, sodass auch in den kommenden Monaten die Importe eher niedriger ausfallen werden. Diese Meinung herrschte im Verwaltungsausschuss Getreide, der am gestrigen Donnerstag nach vierwöchiger Pause zusammenkam.

Frankreich, die Niederlande und Deutschland sind derzeit im Export aktiv. Exporteure fragten vom 1. Juli bis 24. August 2010 fĂŒr knapp 3,9 Mio. t Weizen Ausfuhrlizenzen nach. Mit knapp 3 Mio. t liegen die Weizenausfuhren weit vor Gerste mit rund 800.000 t. Dass sich der Export auch in den kommenden Monaten lebhaft gestaltet, daran gibt es auch mit Blick auf den US-Dollarkurs in BrĂŒssel keine Zweifel. Denn die EU-LĂ€nder können fĂŒr Russland einspringen. So orderte Ägypten, das traditionell auch viele Lieferabkommen mit Russland abschließt, in den vergangenen Wochen rund 180.000 t französischen Weizen und zahlte dafĂŒr 289,70 US-$/t. Auch Kanada kam zum Zug und lieferte rund 60.000 t Weizen nach Ägypten fĂŒr 274,50 US-$/t.

Die EU-Kommission erwĂ€hnte im Verwaltungsausschuss auch Jordanien, das rund 200.000 t Weizen aus Deutschland kaufen will. Die Preise liegen zwischen 323 und 337 US-$/t cif. Jordanien hat aber auch Bedarf an Gerste und orderte 150.000 t EU-Gerste fĂŒr 298 US-$/t cif. Ein weiteres KĂ€uferland aus Nordafrika ist Tunesien. Rund 75.000 t europĂ€ischer Mahlweizen stehen hier auf der Einkaufsliste fĂŒr 303 bis 313 US-$/t. (
Der nÀchst Verwaltungsausschuss findet am 16. September statt. (da)


Russlands Embargo zeigt Wirkung
Seit Mitte August gilt in Russland ein Exportstopp fĂŒr Getreide. In der EU befestigen sich die Kurse fĂŒr Weizen. Nach der Sommerpause kam am gestrigen Donnerstag der Verwaltungsausschuss Getreide in BrĂŒssel erstmals wieder zusammen. Dort wurde die Situation auf den GetreidemĂ€rkten analysiert. Merklich angezogen hĂ€tten  die internationalen aktuellen Preise gegenĂŒber dem Vormonat Juli.  Die Weizensorte "Soft Red Winter" notierte am gestrigen Donnerstag, 26. August, bei 268,71 US-$/t fob Golf. Am 29. Juli waren es noch 240,35 US-$/t. Auch die Maisnotierungen zogen in den vergangenen vier Wochen krĂ€ftig an. Der Preis fĂŒr US-Yellow Corn stieg gegenĂŒber Juli um 36 auf 203,57 US-$/t.
Noch unter dem Eindruck der Missernte in Russland und den staatlichen Eingriffen auf die MĂ€rkte dĂŒrften sich die Preise befestigen. Hierzu verweist die EU-Kommission auf die festere Tendenz beim Rohöl sowie bei anderen Rohstoffen. (da)


27.08.2010
ErnteausfÀlle schmÀlern weltweite GetreidebestÀnde
Das Ausmaß der globalen witterungsbedingten ErnteschĂ€den zeichnet sich immer mehr ab. Die MengenschĂ€tzungen werden weiter nach unten korrigiert und könnten noch weiter sinken. Je weiter die weltweiten Getreideernten zum Abschluss kommen, umso deutlicher zeichnen sich die ErnteausfĂ€lle ab. Die ersten Ergebnisse hat der Internationale Getreiderat IGC in seiner August-SchĂ€tzung berĂŒcksichtigt. 

Die globale Weizenernte wird nach der Prognose der Londoner Analysten in der Saison 2010/11 auf 644 Mio. t zurĂŒckgehen, das sind nochmals 7 Mio. t weniger als noch im Juli veranschlagt. Die globalen Weizen-EndbestĂ€nde werden demnach gegenĂŒber dem Vorjahr um 13 auf rund 184 Mio. t abnehmen. Weitere Korrekturen nach unten lassen sich nach Ansicht des IGC bei dem schlechten Wetter in Teilen Europas und den Unsicherheiten in Osteuropa nicht ausschließen. Die aktuelle russische Weizenernte schĂ€tzt der IGC derzeit auf 44 Mio. t. (da)


Kostenlawine rollt auf MĂŒhlen zu
MĂŒhlenbetriebe in Deutschland sorgen sich um ihren Rohstoffeinkauf. Getreide ist ihrer EinschĂ€tzung wieder zum Spekulationsobjekt geworden. „Aus der aktuellen Situation auf den GetreidemĂ€rkten kommt allein auf die deutschen MĂŒhlen eine Kostenlawine in einer GrĂ¶ĂŸenordnung von 800 Millionen bis 1 Milliarde Euro zu. Dies ist mehr als die HĂ€lfte unseres Jahresumsatzes von 2009", sagte Hans-Christoph Erling, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher MĂŒhlen (VDM) in dieser Woche in Berlin.

Die diesjĂ€hrigen deutschen Erntemengen bei Getreide werden deutlich unter dem Schnitt der vergangenen fĂŒnf Jahre liegen. „Die MĂŒller sind in diesem Jahr mit so extrem großen Schwankungen in der QualitĂ€t des Brotgetreides konfrontiert wie seit langem nicht mehr. In einigen Regionen sind die QualitĂ€ten zwar in Ordnung, in anderen gibt es regelrechte TotalausfĂ€lle", berichtete Erling.

Mit Blick auf die Diskussion um höhere Brot- und Brötchenpreise sicherte Erling den Verbrauchern und BĂ€ckereien Mahlerzeugnisse in den gewohnten QualitĂ€ten zu.  (da)


Weizen reift unterschiedlich im Norden ab
Die Weizenernte in Nord - und Nordostdeutschland kommt allmĂ€hlich zum Abschluss. Die QualitĂ€ten sind sehr unterschiedlich und unterscheiden sich zwischen den einzelnen Sorten und dem Reifegrad der BestĂ€nde sehr. Ein Großteil von gut 80 Prozent der geernteten Weizenpartien weist wegen der niedrigen Fallzahlwerte nur noch FutterqualitĂ€ten aus. „Dennoch ĂŒberraschen auf den guten Böden in Richtung KĂŒste die Fallzahlwerte mancher Partien. Sie liegen trotz der vielen NiederschlĂ€ge immer noch bei mehr als 300 Sekunden liegen", so ein Mecklenburger LandhĂ€ndler. Die Proteingehalte sind bei diesen Partien auf einem hohen Niveau.
Beim A-Weizen berichten ErfassungshĂ€ndler von Werten zwischen 12,5 Prozent und 14,0 Prozent Protein. Die ErtrĂ€ge beim Weizen liegen rund 15 Prozent unter den hohen Vorjahresergebnissen.  Hamburger HĂ€ndler rechnen in den kommenden Wochen mit einem fortgesetzt freundlichen Markt fĂŒr Weizen mit guten QualitĂ€ten. Exporteure suchen BrotweizenqualitĂ€ten. Die ersten Schiffe sollen bald beladen werden. Auf Grund der  niedrigen Abgabebereitschaft sind Preiskorrekturen beim Weizen derzeit eher unwahrscheinlich. (Ps)


Großbritannien erntet noch gute WeizenqualitĂ€ten
Die britische Weizenernte ist nun landesweit bis zu 45 Prozent abgeschlossen. Im SĂŒden und im Osten der Insel sind sogar bis zu 70 Prozent der Felder gerĂ€umt, berichtet das landwirtschaftliche BeratungsbĂŒro ADAS. Vielerorts wird der Weizen relativ nass gedroschen, sodass der Großteil der Partien getrocknet werden muss. Im Norden des Landes hat die nasse Witterung auch fĂŒr Verzögerungen gesorgt. Allerdings hat der Weizen dort die Druschreife noch nicht oder gerade erst erreicht.

Die WeizenqualitĂ€t liegt unter dem FĂŒnf-Jahresdurchschnitt. Landesweit wurden im Schnitt 79 dt/ha geerntet. Auf den leichteren Böden im SĂŒden liegt der Hektarertrag noch niedriger und variiert zwischen 50 und 70 dt/ha. Der Proteingehalt ist mit 12,5 Prozent gut, ebenso wie die Fallzahlen ĂŒber 250 Sek. Das durchschnittliche Hektolitergewicht betrĂ€gt 76 kg/hl. Ob das QualitĂ€tsniveau fĂŒr den Rest der Weizenernte gehalten werden kann, ist fraglich, da es nach wie vor viel regnet.

Die Wintergersten- und Winterrapsernte sind nun abgeschlossen. Die GerstenertrĂ€ge liegen etwas unter dem langjĂ€hrigen Durchschnitt bei 62 bis 63 dt/ha. Die QualitĂ€t ist gut. Die RapsertrĂ€ge liegen mit 35 bis 37 dt/ha dagegen ĂŒber dem langjĂ€hrigen Durchschnitt.

Die Sommergerste ist landesweit bis zu 35 Prozent geerntet. In Schottland, wo ein Großteil der Sommergerste angebaut wird, sind schon 25 Prozent der Felder abgeerntet. In England dagegen kommt die Sommergerstenernte langsamer voran. Dort sind erst 40 Prozent der Felder abgeerntet. (hi)

 

25. August 2010
EnttÀuschendes Ernteende im Westen
Die Getreideernte im Westen ist bis auf die Höhenlagen abgeschlossen. Die zuletzt geernteten Weizenpartien sind qualitativ deutlich abgefallen und haben grĂ¶ĂŸtenteils nur noch FutterweizenqualitĂ€t. Im Rheinland kam der am Wochenende geerntete Weizen zu 90 Prozent als Futterweizen vom Feld. In Westfalen wird verstĂ€rkt von Auswuchs berichtet. Die Hektolitergewichte gehen bis auf 66 kg herunter, so dass selbst die Verwertung als Futterweizen problematisch wird.  Auf den Höhenlagen in der Eifel, dem Westerwald und im HunsrĂŒck waren die WeizenqualitĂ€ten zuletzt hĂ€ufig noch in Ordnung. In der Eifel wurden noch Fallzahlen von 300 Sek. geerntet. FĂŒr die restlichen Weizenpartien bestehen nur noch auf den sehr spĂ€ten Lage Chancen, auf halbwegs mĂŒhlenfĂ€hige Werte. Die niedrigen Hektolitergewichte lassen sich teilweise durch Reinigung aufbessern.

Auf den Höhenlagen stehen noch maximal 10 bis 15 Prozent der GetreideflĂ€chen auf dem Halm, neben Weizen vor allem Braugerste. Die zuletzt geernteten Braugerstenpartien waren durchwachsen, die Vollkornanteile haben aber tendenziell abgenommen. Hafer brachte völlig enttĂ€uschende QualitĂ€ten. Die Naturalgewichte liegen ĂŒberwiegend zwischen 38 und 46 kg/hl und lassen sich zum Teil selbst mit Aufbereitung kaum noch in marktfĂ€hige Ware verwandeln. Auf den Höhenlagen fielen die QualitĂ€ten etwas besser aus und erreichten auch 48 kg/hl. (St)


24. August 2010
Deutliche QualitĂ€tsverluste in ThĂŒringen
Die Ernte in Ostdeutschland hat noch immer nicht die Zielgerade erreicht. QualitĂ€tsweizen ist rar. Am weitesten voran geschritten ist die Getreideernte in Brandenburg. Dort stehen noch jeweils um die 40.000 ha Weizen und Roggen auf den Äckern. Bei den Partien, die am Wochenende gedroschen wurden, waren die Fallzahlen rundweg schlecht. Wahrscheinlich eignet sich alles ungeerntete Getreide nur noch fĂŒr die Futter- und Ethanolnutzung. In Sachsen-Anhalt und Sachsen stehen schĂ€tzungsweise noch 40 bis 50 Prozent des Weizens auf den Feldern. In ThĂŒringen ist höchstens die HĂ€lfte des Weizens geerntet. Hier ist der dramatische QualitĂ€tsverlust besonders prekĂ€r, da in ThĂŒringen zu 80 Prozent E- und A-QualitĂ€tssorten angebaut werden. GrĂ¶ĂŸtenteils sind die Fallzahlen auf unter 100 Sek. gefallen. FĂŒr Brotweizen ausreichende Werte von 200 und mehr Sekunden gibt es lediglich auf TeilschlĂ€gen. Problematisch ist nicht nur, dass das Getreide auf Grund der NiederschlĂ€ge nicht mehr trocknet, sondern auch, dass ganze Felder ĂŒber Tage nicht befahrbar sein werden, da die Böden mit Wasser ĂŒbersĂ€ttigt sind. Mittlerweile hĂ€lt das mĂŒrbe Stroh nicht mehr stand und es kommt vermehrt zur Lagerbildung. Noch immer ist in ThĂŒringen mindestens eine Sonnenwoche nötig, um die Getreideernte 2010 einzubringen. (sta)


23. August 2010
Weizen im SĂŒdwesten vorwiegend fĂŒr den Futtertrog
Am vergangenen Wochenende wurde die Weizenernte im SĂŒdwesten Deutschlands bis auf kleine RestflĂ€chen in einem Kraftakt abgeschlossen. Zwischen 80 bis weit ĂŒber 90 Prozent der eingebrachten Ernte sind  nur noch FutterqualitĂ€ten. In der Regel liegen die Fallzahlen unter 100 Sek., teilweise bis 60 Sek. Die Hektolitergewichte weisen nicht mehr als 68 bis 73 kg auf. In AusnahmefĂ€llen liegen sie etwas höher. ErtrĂ€ge und Proteine interessieren bei diesen QualitĂ€ten fast nur noch am Rand. ErtrĂ€ge können regional durchaus im Schnitt bei 70 bis 80 dt /ha liegen. In Nordhessen und Ostwestfalen wurde noch Brotweizen mit EinschrĂ€nkungen geerntet. Hier liegen die Proteinwerte bei 11 Prozent, Hektolitergewichte bei 74 kg und Fallzahlen bei etwa 200 Sek. Ganz vereinzelt wurde auch noch A-Weizen in der Wetterau mit einer Fallzahl von 280 Sek. geerntet. Die restlichen Mengen konnten nur noch mit 80 bis 120 Sek. eingefahren werden. Da in den vergangenen wenigen Tagen mit Erntewetter ein Großteil der Ernte eingefahren wurde, mĂŒssen die QualitĂ€ten noch genauer sondiert werden. Auch weitere Verschiebungen sind dabei noch möglich. (dg)

 

17. August 2010
Wenig Lager trotz Regen in Ostdeutschland
Die Erntearbeiten in Ostdeutschland stehen still. Noch ist der Weizen nicht ins Lager gegangen. Die Landwirte hoffen, dass die QualitĂ€ten halten. Seit mehr als einer Woche ruht die Weizenernte in den meisten Regionen Ostdeutschlands. In ThĂŒringen steht noch mindestens 80 Prozent des Weizens auf dem Halm. Wie die QualitĂ€ten auf die anhaltende NĂ€sse reagieren, ist noch unklar. Es gibt BestĂ€nde, bei denen klar ist, dass die Fallzahl sinkt, berichten HĂ€ndler. Gleichzeitig gĂ€be es aber auch viele BestĂ€nde, die sich gut halten wĂŒrden. Hoffnung schöpfen die Landwirte daraus, dass trotz der Starkregenereignisse bisher kaum Weizen ins Lager gefallen ist.

Auch in Sachsen zeigen sich die Weizensorten ziemlich standhaft. Dennoch sei klar, dass die QualitĂ€ten sichtbar leiden. In Sachsen wird vermutet, dass wohl noch bis zu 70 Prozent des Weizens auf den Äckern ist. GrĂ¶ĂŸtes Problem ist mittlerweile, dass die FlĂ€chen so aufgeweicht sind, dass sie kaum noch befahrbar sind. Deshalb wird auch fast kein feuchter Weizen gedroschen, der getrocknet werden könnte. Die Landwirte werden zunehmend nervös, da es mit den Ernteverzögerungen auch immer enger fĂŒr die anschließende Aussaat wird. Da die Tage bereits merklich kĂŒrzer werden, benötigen die Landwirte mindestens zwei Tage Sonnenschein, um wieder mit dem Drusch starten zu können. Eine solche Wetterlage ist allerdings in ThĂŒringen und Sachsen erst wieder zum Wochenende vorhergesagt. (sta)

 

17. August 2010
Baden-WĂŒrttemberg: Geringere Fallzahlen durch Auswuchs
In Baden-WĂŒrttemberg sind bislang etwa 70 Prozent der GetreideflĂ€chen gerĂ€umt, in den SpĂ€tdruschgebieten sind noch mehr als 60 Prozent auf dem Halm, berichtet Joachim Rukwied, PrĂ€sident des Landesbauernverbands (LBV), heute in Deizisau/Landkreis Esslingen. Die ErtrĂ€ge variieren je nach BodenqualitĂ€t. Die QualitĂ€ten stellen zufrieden, auch wenn es stellenweise Einbußen durch Auswuchs gibt.
Die ErtrĂ€ge in Baden-WĂŒrttemberg liegen bisher 10 bis 15 Prozent unter dem guten Vorjahr. Wintergerste bringt im Schnitt 60 dt/ha bei Hektolitergewichten um die 65 kg. Die WinterweizenertrĂ€ge streuen stark zwischen 60 und 90 dt/ha, die Fallzahlen liegen wegen Auswuchs lediglich zwischen 140 bis 160 Sek. Sommergerste weist Proteingehalte zwischen 9,5 und 11,5 Prozent auf, der Vollgerstenanteil ist hĂ€ufig unter 80 Prozent. Die ErtrĂ€ge bewegen sich zwischen 40 und 80 dt/ha. Raps bringt zwischen 30 und 50 dt/ha Ertrag mit Ölgehalten von 40 bis 44 Prozent.

Mit Blick auf die Erzeugerpreise sagte Rukwied:"Wir sind jetzt auf dem Weg zur NormalitĂ€t." Allerdings seien auch die gestiegenen Preise nur knapp kostendeckend. Er forderte eine bessere Absicherung gegen die zunehmenden Marktschwankungen durch entsprechende Vertragsmodelle zwischen den Marktpartnern. Außerdem plĂ€dierte er fĂŒr eine steuerliche Risikoausgleichszulage zur Abfederung von Preisschwankungen. Dies ermögliche den Betrieben, eine "wirkungsvollere Eigenkapitalvorsorge als bisher zu betreiben", so Rukwied.  (AW)


16. August 2010
Weizen im Norden mit niedrigeren Hektolitergewichten
Die Rapsernte ist in Norddeutschland noch nicht abgeschlossen. Die Landwirte wollen zuerst den Weizen dreschen, wobei sie aber auch nicht voran kommen. In weiten Landesteilen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern konnte der MĂ€hdrusch wegen der unbestĂ€ndigen Witterung nicht begonnen werden. Nur an der WestkĂŒste Schleswig-Holsteins blieb es am Wochenende trocken, so dass in dieser Region gut 75 Prozent der FlĂ€chen abgeerntet werden konnten. Der Stand der Weizenernte ist in den anderen Regionen sehr unterschiedlich: An der OstkĂŒste und auf dem MittelrĂŒcken Schleswig-Holsteins sind nicht einmal 10 Prozent der WeizenflĂ€che gedroschen. In Mecklenburg-Vorpommern sind gut 20 Prozent geerntet worden.

Die Ertragsmeldungen fĂŒr Weizen haben sich nach oben hin stabilisiert. Auf den besseren Geeststandorten, die eine ausgeglichene Niederschlagsverteilung hatten, werden zwischen 70 und 90 dt/ha geerntet. Standorte, die unter der Trockenheit gelitten haben, brachten es nur auf 50 bis 60 dt/ha. Zwischen 90 und 105 dt/ha ernten die Erzeuger auf den guten Böden in der Schleswig-Holsteinischen Marsch und in Ostholstein sowie auf den guten Standorten in Mecklenburg-Vorpommern. Durchschnittlich dĂŒrften die ErtrĂ€ge damit gut 10 Prozent unter den hohen Vorjahreswerten liegen.

Bisher haben die RegenfĂ€lle die Fallzahlen noch nicht beeintrĂ€chtigt. Die Proben zeigen ordentliche Werte von 220 bis 300 Sek. „Der Wetterbericht fĂŒr die kommenden Tage sieht aber nicht gut aus", meinte ein ostdeutscher Leiter eines Großbetriebs. Die Naturalgewichte bewegen sich allerdings auf einem etwas niedrigeren Niveau von 74 bis 77 kg/hl. Dennoch rechnen HĂ€ndler damit, dass die benötigten QualitĂ€ten bei den jetzt geernteten spĂ€teren BestĂ€nden erreicht werden.

Roggen und Triticale haben in den vergangenen Tagen auch die Druschreife erreicht. Von den bisher geernteten FlĂ€chen liegen noch keine gesicherten Ertragsmeldungen vor. Erste Ergebnisse der SommergetreidebestĂ€nde von Sommergerste und Hafer zeigen unbefriedigende ErtrĂ€ge. ErwartungsgemĂ€ĂŸ hat das Sommergetreide am meisten unter der Trockenheit im Juni und Juli dieses Jahres gelitten. (Ps)


13. August 2010
NervositĂ€t der sĂŒddeutschen MĂŒller wĂ€chst
Die NiederschlĂ€ge in diesen Tagen lassen die NervositĂ€t am sĂŒddeutschen Getreidemarkt steigen. Was jetzt noch an Weizen und teilweise auch Roggen geerntet wird, ist fĂŒr die MehlmĂŒhlen voraussichtlich nicht mehr geeignet. Nach Ansicht des Bayerischen MĂŒllerbundes in MĂŒnchen stehen im Freistaat noch 60 bis 70 Prozent des Weizen auf den Feldern. SĂŒdlich der Donau ist vielerorts der Auswuchs mit bloßem Auge zu erkennen. Im Schnitt haben die Fallzahlen ein bedenklich niedriges Niveau erreicht. Der Proteingehalt ist als QualitĂ€ts- und Preisparameter in den Hintergrund getreten. Die Verarbeiter mĂŒssen sich verstĂ€rkt ĂŒbergebietlich versorgen. Bereits jetzt wirkt sich dies zum Beispiel auf den österreichischen Markt mit steigenden Preisen aus. Der MĂŒllerbund beobachtet in jĂŒngster Zeit grĂ¶ĂŸere Lieferungen aus dem Nachbarland nach Bayern.

Auch die Roggenpreise sind in den vergangenen Tagen deutlich nach oben gegangen. Hinsichtlich der Fallzahlen halten sich die neueren Roggensorten erstaunlich gut. Die FallzahlstabilitĂ€t sei geradezu ĂŒberraschend, versichern Verarbeiter. In Bayern wird gegenwĂ€rtig kaum Weizen oder Roggen angeboten. Die wenigen brauchbaren Partien, die auf den Markt kommen, werden nach Ansicht des Bayerischen MĂŒllerbundes mit "ĂŒbertriebenen PreisaufschlĂ€gen" seitens der Erzeuger und des Handels offeriert. (HH)

Bio-QualitĂ€tsoffensive mit neuer „Austria Premium BiomĂŒhle“ 
Bio-QualitĂ€tsoffensive mit neuer „Austria Premium BiomĂŒhle“
2010-02-10
Die TraditionsmĂŒhlen Haberfellner und Furthner prĂ€sentieren ein ‹zukunftsweisendes Bioprojekt.

Die Haberfellner MĂŒhle (Grieskirchen/OÖ) – eine der grĂ¶ĂŸten und bedeutendsten MĂŒhlen Österreichs – und die Furthner MĂŒhle (St. Martin im Innkreis/OÖ) grĂŒnden die Austria Premium BiomĂŒhle fĂŒr 100 %ige Bio-Produktion. Damit wollen die beiden Unternehmen nicht nur die Anforderungen des permanent wachsenden Biomarktes erfĂŒllen, sondern als Vorreiter fĂŒr konstant hohe BiomehlqualitĂ€t neue Standards setzen sowie eigene Produktionsideen verwirklichen.

Das oberste Ziel der neuen BiomĂŒhle ist eine höchstmögliche Kundenzufriedenheit in puncto QualitĂ€t wie auch Kontakt- und Lieferservice. Dies basiert vor allem auf dem leidenschaftlichen Engagement der beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer Markus Haberfellner und Mag. Gregor Furthner. So produziert die MĂŒhle beste Biomehle in konstant hoher QualitĂ€t, da gerade bei Bio-Backwaren die QualitĂ€t der Mehle und Mahlprodukte eine entscheidende Rolle spielt – denn Bioprodukten dĂŒrfen keine chemischen Backmittel zur QualitĂ€tsverbesserung beigefĂŒgt werden. Mit einer ProduktionskapazitĂ€t von bis zu 70 Tonnen pro Tag setzt die BiomĂŒhle auf diesem Weg neue Standards.

Vorteile des 100 %igen Bio-Produktionsstandorts
„Unsere Unternehmensphilosophie war und ist, immer nur Investitionsprojekte durchzufĂŒhren, bei denen wir auch unsere Haberfellner-QualitĂ€tsphilosophie – nur beste Produkte fĂŒr unsere Kunden zu erzeugen – umsetzen können. Nur mit einem 100 %igen Bio-Produktionsstandort kann die Erzeugung von biologischen Vermahlungsprodukten umgesetzt und somit höchste Bio-QualitĂ€t gewĂ€hrleistet werden“, so Markus Haberfellner. Betriebe, welche mit einem Produktions- und Lagersystem sowohl konventionelle als auch biologische Produkte erzeugen, sind niemals vor einer Kontamination bzw. Vermischung beider Produkte geschĂŒtzt. „Viele Bioskandale haben bereits auf dieses Gefahrenpotenzial hingewiesen. Deswegen war es fĂŒr uns von grĂ¶ĂŸter Bedeutung, dass wir Biomehle- und -vermahlungsprodukte auf einem separaten Bio-Produktionsstandort herstellen“, so Mag. Gregor Furthner weiter.

Bio-Getreidelieferanten
Die Premium BiomĂŒhle verarbeitet ausschließlich österreichisches Biogetreide der höchsten QualitĂ€tsgĂŒte. Nur geprĂŒfte QualitĂ€ten werden eingekauft und fĂŒr die Weiterverarbeitung bzw. Vermahlung freigegeben. Dabei durchlĂ€uft jedes einzelne Korn bei der Eingangskontrolle eine genaue PrĂŒfung durch Farbsortieranlagen auf die korrekte OberflĂ€chenbeschaffenheit, Farbdefekte oder Pilzbefall. Das hochgiftige Mutterkorn wird in diesem Prozess ebenfalls aussortiert – somit kommt nur bestes Getreide zur Vermahlung. Wichtig ist auch, dass die eingekauften Rohstoffe bis zum Landwirt zurĂŒckverfolgt werden können.

Eigenes Bio-Labor
SelbstverstĂ€ndlich verfĂŒgt die Premium BiomĂŒhle auch ĂŒber ein eigenes MĂŒhlenlabor, wo alle notwendigen QualitĂ€tsanalysen – sowohl bei der Wareneingangskontrolle als auch der produzierten Mehle – durchgefĂŒhrt werden können. Hinsichtlich SchadstoffrĂŒckstĂ€nde wie Pestizide, Fungizide und Herbizide wird ausnahmslos jede einzelne Getreideanlieferung geprĂŒft. Diese Multipestizidanalysen werden von akkreditierten Laboranstalten durchgefĂŒhrt. „Österreichische wie auch einige bayrische BĂ€cker sowie GroßbĂ€ckereien, die fĂŒr die Hofer Biomarke ZurĂŒck zum Ursprung Backwaren produzieren, vertrauen bereits auf unsere hohen Standards“, so Markus Haberfellner stolz ĂŒber den erfolgreichen Start der BiomĂŒhle.

QualitÀt und Nachhaltigkeit auf ganzer Linie
Seit Dezember 2009 ist die BiomĂŒhle auch IFS zertifiziert. Den hohen QualitĂ€tsstandard belegen auch weitere Zertifizierungen wie das Bio-GĂŒtesiegel und das AMA Bio-GĂŒtesiegel – alle erzeugten Biomehle sind demzufolge auch gentechnikfrei. „Im Gegensatz zu anderen BiomĂŒhlen setzen wir auch auf einen 100 % Bio-Fuhrpark. Dies bedeutet, dass nur biologische Mehle mit LKWs transportiert werden, die die höchste Abgasnorm Euro 5 EEV (Enhanced Envirionmentally Friendly Vehicle) erfĂŒllen. DafĂŒr wurden österreichweit die ersten LKWs dieser Bauart, sowohl vom Fabrikat Scania, als auch Mercedes angeschafft“, so untermauert Mag. Gregor Furthner den hohen Anspruch der BiomĂŒhle. ZusĂ€tzlich werden auch noch 50 % des Strombedarfs der BiomĂŒhle ĂŒber zwei eigene Wasserkraftwerke gedeckt.


Factbox zur Austria Premium BiomĂŒhle

GrĂŒndung: September 2009
GeschĂ€ftsfĂŒhrer: Markus Haberfellner und Mag. Gregor Furthner
Standort: St. Martin im Innkreis
Mitarbeiter: 10
ProduktionskapazitÀt: rund 70 to/Tag
LagerkapazitÀt Getreide: rund 2.000 to
LagerkapazitĂ€t Mehl lose:  rund 500 to
LagerkapazitÀt Mehl verpackt: rund 300 to
Bauernzeitung 24. September 2009 
Bauernzeitung 24. September 2009
2009-09-24
Jedes einzelne Korn fĂŒr das „tĂ€glich Brot“ wird geprĂŒft
 
HABERFELLNER – Österreichs grĂ¶ĂŸte private MĂŒhle setzt auf QualitĂ€t und RegionalitĂ€t.
 
Modernste Produktionstechnologien und Vertragsanbau tragen dazu bei. Die Haberfellner MĂŒhle in Grieskirchen ist Österreichs grĂ¶ĂŸter privater MĂŒhlenbetrieb. An dem Standort wird seit fast 400 Jahren Getreide gemahlen: Als „MĂŒhle am Oberen Gries“wurde sie 1612 zum ersten Mal urkundlich erwĂ€hnt, seit 1892 ist sie im Besitz der Familie Haberfellner. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Markus Haberfellner (39) setzt auf zwei SĂ€ulen, auf die sich auch der Konsument von heute gerne stĂŒtzt: QualitĂ€t und RegionalitĂ€t. Ein Teil davon ist der Vertragsanbau, den er seit fĂŒnf Jahren forciert. knapp 100 Bauern sind es derzeit in Oberösterreich, die zu genau festgelegten Preisen mit Zu- oder AbschlĂ€gen je nach QualitĂ€t „Backfein“-QualitĂ€tsweizen nach Grieskirchen liefern. 4000 Tonnen Getreide waren es heuer. Nun sollen auch in Niederösterreich Landwirte gefunden werden, die spezielle Weizensorten im Vertragsanbau kultivieren. Haberfellner rechnet bereits mit weiteren 3000 Tonnen Getreide.
 
Penible Reinigung
Reinstes Mehl zu erzeugen – das ist wohl das Ziel eines jeden MĂŒllers. Damit es nicht beim Wollen allein bleibt, sind hohe Investitionen in die Getreidereinigung zu tĂ€tigen. Nicht jeder Betrieb kann oder will sich das leisten. Markus Haberfellner musste nicht lange ĂŒberlegen, ehe er sich diesbezĂŒglich fĂŒr die modernsten GerĂ€te entschieden hatte. Haberfellner nahm als erste MĂŒhle Österreichs 2003 eine Farbsortieranlage in Betrieb und ist heute der einzige, der ĂŒber zwei solche Anlagen verfĂŒgt. „Jedes einzelne Korn fotografisch erfasst und die OberflĂ€chenstruktur kontrolliert. BeschĂ€digte Körner werden automatisch erkannt und mittels LuftdĂŒsen aussortiert“, sagt Markus Haberfellner. Nur mit diesen Maschinen können sowohl das hochgiftige Mutterkorn als auch mit Schimmel und Fusarien behaftete Getreidekörner vor dem Vermahlen komplett aussortiert werden. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als zehn Millionen Euro in Maschinen- und Steuerungstechnik investiert“, sagt Haberfellner, der heute mit seinen 40 Mitarbeitern eine der modernsten MĂŒhlen in ganz Europa betreibt. DemnĂ€chst wird die LagerflĂ€che fĂŒr verpackte Waren um 1000 Quadratmeter auf insgesamt 4000 Quadratmeter vergrĂ¶ĂŸert und in eine zweite Mehlmischanlage investiert. Haberfellner will so das Potenzial, das die steigende Nachfrage nach Sondermehlmischungen und Spezialprodukte anzeigt, nutzen.
 
Österreichs Nummer zwei
Die jĂ€hrliche Verarbeitungsmenge in Grieskirchen liegt bei 80.000 Tonnen Getreide. Damit ist Haberfellner auch die zweitgrĂ¶ĂŸte MĂŒhle im ganzen Bundesgebiet. Der Export liegt bei etwa 20 Prozent und fĂŒhrt in mehr als zehn LĂ€nder. Sogar bis Australien hat Haberfellner heuer bereits exportiert, nachdem es dort nach einer Missernte an Roggenmehl mangelte.
 
„Gentechnikfrei“ zertifiziert
„Wir sind jetzt als erste MĂŒhle in Österreich als genfrei zertifiziert worden“, freut sich Markus Haberfellner. Eine neue Verpackung, die ab Mitte November in den GeschĂ€ften zu finden sein wird, weist neben einem neuen OÖ-QualitĂ€ts-Logo darauf hin.
Auch zum Bio-Thema hat der engagierte GeschĂ€ftsmann bereits PlĂ€ne im Kopf und zum Teil auch schon in der Schublade. „Aber dazu will ich jetzt noch nichts verraten“, bittet der 39-JĂ€hrige um VerstĂ€ndnis.
 
  • 40 Mitarbeiter
  • Vermahlung: WeizenmĂŒhle: 270 Tonnen pro Tag, RoggenmĂŒhle: 60 Tonnen pro Tag
  • Mischleistung: 17.000 Kilogramm pro Stunde. Mehr als120 verschiedene Mehle werden produziert.
  • Besichtigungen des modernen MĂŒhlenbetriebs sind fĂŒr Gruppen nach Voranmeldung unter Tel. 0 72 48/62 683 möglich.
Rundschau am Sonntag 20. September 2009 
Rundschau am Sonntag 20. September 2009
2009-09-20
Bestes Mehl – jedes Korn wird geprĂŒft!
 
Bis ans andere Ende der Welt liefert die Haberfellner MĂŒhle ihr Mehl aus. Wegen einer Missernte wurden in diesem Jahr 1240 Tonnen Roggen-Mehl nach Australien exportiert. Insgesamt produziert das Unternehmen jĂ€hrlich rund 80.000 Tonnen Mehl. 20 Prozent davon werden in zehn LĂ€nder exportiert. Rund ein Zehntel der gesamten österreichischen Mehl-Produktion kommt aus dem Trattnachtal. „Seit 2003 sind wir die einzige MĂŒhle Österreichs, die im Reinigungsprozess mit zwei Farbsortierungsanlagen arbeitet“, erklĂ€rt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Markus Haberfellner. Jeder noch so kleine Befall oder Pilz auf einem einzelnen Korn wird von den Maschinen aussortiert. Im Monat kommen dadurch rund 35 Tonnen zum zusĂ€tzlichen Reinigungsprozess hinzu. FĂŒr die Anschaffung der Maschinen wurden 350.000 Euro locker gemacht. Eine Million Euro gab der Betrieb im Vorjahr fĂŒr eine Verpackungs- und MĂŒhlenklimatisierungsanlage aus. Nun wird das FirmengelĂ€nde ausgebaut. Trotz der Wirtschaftskrise werden im laufenden Jahr und 2010 jeweils  eine Million Euro in den Bau einer neuen Lager- und Distributionshalle investiert. Der regionale Bezug ist Firmenboss Haberfellner (40 Mitarbeiter) wichtig: „Wir haben 100 Landwirte als Vertragspartner. Sie liefern jĂ€hrlich bestes Getreide fĂŒr rund 4000 Tonnen Mehl.“ Weiters bildet der Betrieb seit Jahrzehnten MĂŒller- Lehrlinge aus. Erst vor Kurzem wurden zwei Lehrlinge eingestellt.
 
ÖBA ÖKONDA die Genussmesse von 24. - 27. April 2010 in Wels
2009-09-01

Die Messe ist ein Pflichttermin fĂŒr alle, die sich ĂŒber aktuelle Entwicklungen in der Branche, Produktneuheiten oder Trends und innovative Gesamtkonzepte informieren wollen.

Die Haberfellner MĂŒhle wird auch im nĂ€chsten Jahr wieder mit einem Stand vertreten sein. Wir wĂŒrden uns sehr freuen, Sie ĂŒber unsere Produkte und unser Unternehmen informieren zu dĂŒrfen bzw. einfach mit Ihnen in gemĂŒtlicher Runde ein wenig plaudern zu können.

Blick ins Land 06/07 2009 
Blick ins Land 06/07 2009
2009-07-31
Weizen sÀen und Mehl mahlen nach fix ausgehandelten Zahlen

Vertragsanbau 
Österreichs grĂ¶ĂŸte private MĂŒhle steht mitten in Oberösterreich. Vom Expansionskurs des MĂŒllers profitieren sollen auch seine Lieferanten, die Bauern. Mit fairen VertrĂ€gen fĂŒr beide Seiten.

Init.- Wo heuer bereits seit genau 350 Jahren Getreide zu Mehl vermahlen wird, sollen schon bald vier weitere High tech-Mehlsilos in den Himmel wachsen. Mitte der 1990er Jahre, rund um den EU-Beitritt Österreichs, begann das rasante Wachstum der Haberfellner MĂŒhle in Grieskirchen. Expandiert wurde fast ausschließlich durch die Gewinnung neuer AbsatzmĂ€rkte im Inland. Mit modernster MĂŒhlentechnik und durchdachter Logistik hat Markus Haberfellner, 39, Adoptivsohn des Seniorchefs, den Traditionsbetrieb in 3.Generation in bisher ungeahnte Höhen gefĂŒhrt. Weil nebenbei auch ein gewitzter GeschĂ€ftsmann, finden sich in seiner Kundenkartei mittlerweile nahezu allen namhaften Handelsketten, die Backwarenindustrie wie auch zahllose mittlere und kleine BĂ€ckereien in ganz Österreich. Geliefert wird zudem ins benachbarte Tschechien, sogar bis nach Australien hat Haberfellner jun. sein Roggenmehl schon exportiert, als es dort nach einer Missernte an dunklem Brotmehl mangelte.

Generell sieht der begeisterte MĂŒller seine MĂŒhle, mit rund 80.000 t Getreide Verarbeitungsmenge immerhin Österreichs Nr. 2 hinter der Vonwiller-MĂŒhlengruppe von Raiffeisen, nach wie vor als verwurzelten, regionalen Familienbetrieb. 2003 hat Haberfellner den Landwirten im Umkreis seiner MĂŒhle erstmals auch AnbauvertrĂ€ge angeboten. 20 Betriebe stiegen sofort darauf ein, kontrahiert wird ĂŒber die LagerhĂ€user der Region. 

Mittlerweile sind es rund 80 Bauern, die ihren „Backfein" QualitĂ€tsweizen von rund 400 Hektar speziell fĂŒr den Grieskirchner MĂŒller kultivieren. Zu genau festgelegten Sorten, Preisen sowie Zu- oder AbschlĂ€gen je nach QualitĂ€t. Haberfellner: „Wir haben uns auf drei Weizensorten verstĂ€ndigt, die hinsichtlich Erntemenge, Standfestigkeit und QualitĂ€t am Besten unseren Anforderungen entsprechen. Das sind der besonders ertragreiche Akteur, der robuste Astrado und der mittelspĂ€te Antonius."

Oberösterreich sei zwar nach wie vor kein klassisches Gebiet fĂŒr QualitĂ€tsweizen. Aber Klimawandel und Trockenheit seien gerade im Pannonikum immer öfter die Ursache fĂŒr schlechte, enzymschwache WeizenqualitĂ€ten. „Die Anbauzonen verschieben sich. Heute zĂ€hlt das Westbahngebiet von Tulln bis Amstetten zu den Gunstlagen. Und auch in Oberösterreich werden mit speziellen Sorten bester Mengen und QualitĂ€ten produziert", weiß der Kornexperte, der seinen Bauern außer dem Saatgut keinerlei Vorschriften macht: „Wir brauchen keine Sonderregelungen ĂŒber die gute landwirtschaftliche Praxis hinaus. Als gelernter MĂŒller möchte ich auch nicht, dass mir jemand vorschreibt, wie ich meine Arbeit zu tun habe. Und Profibauern wissen selbst am besten, wie man guten Weizen heranzieht."

Noch handelt es sich bei seinem „Backfein" Vertragsanbau um ein regionales Projekt, „aber das Interesse der Bauern wĂ€chst." Im Vorjahr wurden 2.500 t Weizen kontrahiert, jedoch nach extremer Trockenheit nur 1.600 t abgekippt. Heuer sind es immerhin knapp 5.000 t. Haberfellner: „Wir zahlen als fixen
QualitĂ€tsaufschlag 20 Euro netto je Tonne. Der Kontraktpreis, dotiert im Sommer 2008, betrĂ€gt 213,65 Euro. Auch im letzten Jahr wurden den Vertragslandwirten bis zu 265,00 / to fĂŒr die höchste QualitĂ€tsstufe ausbezahlt. Das ist extrem gut fĂŒr die Bauern, aber da bin ich fair." In der Ernte 2006 hatte die MĂŒhle einen Preisvorteil, diesmal sei es umgekehrt. Im Schnitt rentiert es sich fĂŒr beide Seiten."

Eine volle VergĂŒtung gibt es bei 14 Prozent Protein und 250 Fallzahl, dann geht es in Stufen runter, je nach Protein und Fallzahl auf die unterste Mahlweizenstufe 12 Prozent Protein und 220 Fallzahl. Selbst dafĂŒr zahlen wir noch um 5 € mehr." Abgeblitzt war der MĂŒller im Vorjahr ĂŒbrigens mit seiner Idee eines Drei-Jahres-Vertrages (mit Indexanpassung ) zu 180 €/t fix. Damals dotierte Weizen bei stolzen 250,- €, aktuell wird er an der Wiener Börse um knapp 140,- € gehandelt. Realistisch gibt sich Haberfellner, was das Potential seiner Kontrakte betrifft: „Mein Ziel sind mittelfristig 10.000 Tonnen aus Oberösterreich oder knapp ein Zehntel unserer Verarbeitungsmenge." Vielleicht demnĂ€chst zusĂ€tzlich mit Roggen. „Der ist aber extrem auswuchsgefĂ€hrdet und wir können keine Abnahmegarantien geben."

Garantiert erweitert wird dafĂŒr demnĂ€chst einmal mehr die MĂŒhle selbst. Weitere Projekte wĂ€lzt Haberfellner mit Biogetreide. Penibel sauber, beinahe staubfrei ist nicht nur die gesamte Anlage, sondern auch das Mehl. Als bisher einzige MĂŒhle in Österreich hat die Haberfellner MĂŒhle zwei Farbsortieranlagen in Reinigungssystemen installiert. Mit den sĂŒndteuren Farbsortieranlagen wird in der Roggenreinigung jedes Monat bis zu 1.000 kg Mutterkorn aussortiert. Anderswo wird das Giftkorn bis zum erlaubten Grenzwert von 0,05 Prozent Besatz einfach mit vermahlen.
ExportlĂ€nder nach Umsatz Exportumsatzentwicklung 2005 - 2008 (to) Exportumsatzentwicklung 2005 - 2008 (Mio.€) 
Mehl aus Oberösterreich sogar in Australien
2009-07-23
Haberfellner MĂŒhle verdoppelt Export-UmsĂ€tze. 

Auch im Ausland ist man bereits auf das QualitĂ€tsmehl der Grieskirchner Haberfellner MĂŒhle aufmerksam geworden. Zuletzt wurde sogar bis auf den fĂŒnften Kontinent geliefert. Insgesamt wurden 2008 die Export-UmsĂ€tze auf ĂŒber 4 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

Haberfellner Mehl nimmt sogar den weiten Weg bis Australien auf sich, um dort zu feinsten Backwaren weiter verarbeitet zu werden. Über 1.000 Tonnen hochwertigstes Roggen-Mehl wurden zuletzt nach Down Under ĂŒberstellt, nachdem es dort nach einer Missernte zu einem Mangel an dunklem Brotmehl kam. „Das war nur möglich, da wir technisch so gut ausgestattet sind, dass wir kurzfristig die geforderten Mengen und QualitĂ€ten liefern konnten“, erklĂ€rt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Markus Haberfellner den nicht alltĂ€glichen Lieferauftrag.

Exportanteil ĂŒber 20 Prozent
Mittlerweile betrĂ€gt der Exportanteil ĂŒber 20 Prozent. Die wichtigsten ExportmĂ€rkte sind neben Deutschland sind Tschechien, Ex-Jugoslawien und RumĂ€nien. Die UmsĂ€tze gingen in den vergangenen Jahren stetig bergauf. Insgesamt liefert die Haberfellner MĂŒhle rund 17 Mio. kg Mahlprodukte in ĂŒber 10 LĂ€nder. Einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg liefert aber natĂŒrlich auch der heimische Markt. Auch fĂŒr 2009 zeichnet sich bereits ein positives Bild ab.

Korn ist nicht gleich Korn
Am Grieskirchener Standort werden ausschließlich hochwertigste QualitĂ€tsmehle erzeugt. Das beweist auch, dass die Haberfellner MĂŒhle als bisher einzige MĂŒhle in Österreich gleich zwei Farbsortieranlagen in seinen Reinigungssystemen installiert hat. Hier werden allein in der Roggenreinigung jeden Monat bis zu 1.000 kg Mutterkorn, eine hochgiftige Getreidekornkrankheit, aussortiert. „Anderswo wird das Giftkorn bis zum erlaubten Grenzwert von 0,05 Prozent Besatz einfach mitvermahlen“, ist Markus Haberfellner stolz auf den hohen Produktionsstandard der MĂŒhle, welcher auch nach dem IFS-Standard zertifiziert ist.

Familienunternehmen mit Tradition
Als grĂ¶ĂŸte private MĂŒhle Österreichs produziert die Haberfellner MĂŒhle derzeit mit 40 Mitarbeitern rund 75.000 t Mehl jĂ€hrlich. Über 10 Prozent der gesamtösterreichischen Mehl- und Grießproduktion sowie rund 40 Prozent der oberösterreichischen Marktleistung kommen demnach aus dem Grieskirchner Unternehmen.
Haberfellner-MĂŒhle auf Expansionskurs 
Haberfellner-MĂŒhle auf Expansionskurs
2009-05-18

Grieskirchner Unternehmen plant weitere Investitionen trotz Krise.

Die Haberfellner MĂŒhle blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurĂŒck und investiert heuer und kommendes Jahr noch einmal 1 Mio. Euro in eine neue Lager- und Distributionshalle am Firmenstandort in Grieskirchen (Oberösterreich). Damit setzt Haberfellner trotz Wirtschafts- und Finanzkrise seinen Expansionskurs fort.

Mit der Erweiterung der LagerflĂ€che fĂŒr verpackte Waren um 1.000 m2 auf insgesamt 4.000 m2 und der Investition in eine zweite Mehlmischanlage setzt die Grieskirchner Haberfellner MĂŒhle auf Expansion. Geplant ist, 1 Mio. Euro in den Jahren 2009 / 2010 zu investieren. „Unsere Lager sind voll und wir möchten unsere Produktpalette erweitern. Mit einer neuen Lager- und Distributionshalle verbessern wir außerdem unsere Logistik im Haus“, sagt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Markus Haberfellner. Die Ausschreibung dazu wird in den nĂ€chsten Wochen erfolgen. „Von einer Krise spĂŒren wir derzeit kaum etwas,“ ergĂ€nzt Haberfellner.

Sondermischungen zunehmend gefragt
Die zweite Mehlmischanlage ist fĂŒr Mehl-Sondermischungen und Spezialprodukte vorgesehen. „Neben der klassischen Backfein-Mischung auf Basis von Weizen oder Roggen bemerken wir eine zunehmende Nachfrage an Sondermehlmischungen. Dieses Potenzial möchten wir nutzen“, ist Markus Haberfellner vom eingeschlagenen Weg ĂŒberzeugt. Bereits im vergangenen Jahr wurden 1 Mio. Euro 2008 in eine neue Verpackungsanlage fĂŒr Haushaltsverpackungen und eine MĂŒhlenklimatisierungsanlage investiert.

KundenwĂŒnsche nach höchster QualitĂ€t
Um den KundenwĂŒnschen nach höchster QualitĂ€t gerecht zu werden, werden regelmĂ€ĂŸig Backversuche durchgefĂŒhrt. Dabei können die Eigenschaften der fertigen Mehle wie Mineral- und Eiweißgehalt, Granulation und die Anforderungen an den Teig den KundenwĂŒnschen entsprechend angepasst werden. Drei vollautomatische Paktierungsanlagen können bis zu 12.000 kg-Pakete pro Stunde verpacken. 10 LKW-ZĂŒge transportieren den Grundstoff fĂŒr das „tĂ€glich Brot“ an Großhandelsketten, GeschĂ€fte, BĂ€ckereien und Brotfabriken im In- und angrenzenden Ausland.

Familienunternehmen mit Tradition
Als grĂ¶ĂŸte private MĂŒhle Österreichs produziert die Haberfellner MĂŒhle derzeit mit 40 Mitarbeitern rund 75.000 t Mehl jĂ€hrlich. Über 10 Prozent der gesamtösterreichischen Mehl- und Grießproduktion sowie rund 40 Prozent der oberösterreichischen Marktleistung kommen demnach aus dem Grieskirchner Unternehmen. Rund 20 Prozent der Produktion werden exportiert.

Kontakt

WIR WÜNSCHEN ALLEN UNSEREN KUNDEN, LIEFERANTEN UND PARTNERN FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GUTES NEUES JAHR 2012!

Ihr Team der Haberfellner MĂŒhle