1. Ernteinformation '08

Grieskirchen, 22.08.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
wir möchten Sie informieren, dass wir ab 25. August 2008 bei unseren Weizenmehlen einen 20%-igen und bei unseren Roggenmehl einen 50%igen Anteil der Ernte 2008 beimischen werden.
 
Laut unseren Analysen ergeben sich bei diesen Anteilen keine wesentlichen Veränderungen der gewohnten Qualitätsparameter bzw. Abweichungen zu den vereinbarten Spezifikationen.

Da wir - wie jedes Jahr - einen großen Überhang "alter Ernte" auf Lager haben, werden wir voraussichtich bis Anfang November 2008 Weizen der Ernte 2007 in unseren Weizenmehlmischungen haben. Wir werden sukzessive die Mischanteile jeweils um 10-15% erhöhen. Dadurch ist ein fließender Übergang und eine ausreichende Ablagerung der neuen Ernte, die vorallem bei Weizen aus qualitativer Sicher erforderlich ist, jedenfalls gewährleistet. 

 
Weizen Ernte 2008
Bei unseren bisherigen Weizenanlieferung der Ernte 2008 können wir feststellen, dass diese im großen und ganzen gute Qualitäten aufweisen, wenngleich die durchschnittlichen Fallzahlen um ca. 50-70 sek. niedriger sind als im Vorjahr. 
 
Auffallend ist, dass die Klebergehälter im Vergleich zu den selben Proteinwerten des Vorjahres um ca. 0,5-1,0% niedriger sind. 
Im Vorjahr hatten wir im Schnitt bei einem Proteinwert von 14% ca. 32,5-33,5 % Kleber, so haben wir heuer bei 14% Proteingehalt nur ca. 30-31,5% Feuchtklebergehalt. 
Wir werden Ihnen in den nächsten Tagen eine Qualitätsübersicht bzw. einen -vergleich Ernte 07 vs. Ernte 08 zusenden. 
 
Wie Ihnen sicherlich schon bekannt ist, weist die österr. Ernte 2008 sehr heterogene Qualitäten auf. Die AMA (Agrar Marketing Austria) rechnet von folgenden Mengenverhältnissen in Österreich:
ca. 5 % Premiumweizen      > 15,0% Protein / > 280 sek. FZ
20-25 % Qualitätsweizen    > 14,0% Protein / > 250 sek. FZ
35-40 % Mahlweizen          > 12,0% Protein / > 220 sek. FZ
25-30 % Futterweizen         nicht für die Vermahlung geeignet 
 
Roggen Ernte 2008
Roggen der Ernte 2008, welcher vor dem Regen gedroschen wurde, hat tendenziell die selben, guten Amylogrammwerte wie im Vorjahr.  
Roggen nach der Regenperiode weist durchwegs Amylogrammwerte von unter 500 AE auf bzw. gibt es auch sehr viel Futterroggen, bei welchem die Fallzahlen unter 100 sek. liegen. 

So wie es aussieht werden wir aber keine Probleme haben, die gewünschten und zumeist geforderten Amylogrammwerte von  > 500 AE auch dieses Jahr wieder zu halten.
 
Jedenfalls werden wir uns sehr bemühen, dass wir auch dieses Jahr wieder die gewünschten Mehlqualtitäten gem. Ihren Spezifikationen produzieren können.
 
Als Anlage senden wir Ihnen die Ernteberichte der Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung in Wien.
 
Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. 


Mit freundlichen Grüßen

Markus Haberfellner


Download: 8fd0c09d8f7ece905d170ab1449f042b 8fd0c09d8f7ece905d170ab1449f042b