1. Ernteinformation '11 - NEU !!!
1. Ernteinformation '11 - NEU !!!
Die Weizenernte 2011 ist in Ăsterreich weitgehends abgeschlossen. Die ErnteertrĂ€ge sind wider Erwarten - aufgrund der Trockenheit in FrĂŒhjahr - doch relativ gut ausgefallen. Es wird bei Weizen von einem Ertrags-Plus gegenĂŒber dem Vorjahr von durchschnittlich 10% berichtet. Die WeizenqualitĂ€ten sind aufgrund der mehrmaligen, wetterbedingten Ernteunterbrechungen sehr heterogen eingebracht worden. In weiten Teilen Ăsterreichs, vorallem im Wald- und Weinviertel, sowie in Oberösterreich musste der Weizen relativ feucht geerntet werden, um die QualitĂ€ten vor drohenden AuswuchsschĂ€den zu sichern. Durch die zu VerfĂŒgung stehenden TrocknerkapazitĂ€ten, die in fast allen gröĂeren GetreideĂŒbernahmestellen vorhanden sind, konnte jedoch der geerntete Weizen ausreichend auf ein lagerfĂ€higes Feuchtigkeitsniveau von max. 14,0-14,5% Feuchtigkeit heruntergetrocknet werden. Bislang haben wir erst wenige Lieferungen bzw. Muster der Ernte 2011 erhalten, wodurch wir Ihnen nur
einen Status-Quo-Vergleich der QualitÀten der Ernte 2011 vs. der Ernte 2010 geben können.
Niederösterreich
Im GroĂen und Ganzen weisen die von uns ĂŒbernommenen Weizenpartien aus Niederösterreich sehr gute bzw. vergleichbare QualitĂ€ten zum Vorjahr auf. Dies sind aber keine reprĂ€sentativen Durchschnittswerte ĂŒber die gesamte österreichische Erntemenge, sondern lediglich subjektive, von unserem MĂŒhlenlabor ermittelte Vergleichswerte unserer Ăbernahmemengen. Unsere Getreidelieferanten erwarten sich im Gesamtdurchschnitt ca. 0,8-1,0 % weniger Proteingehalt gegenĂŒber dem Vorjahr und teilweise sehr unterschiedliche Fallzahlen.
Oberösterreich
In Oberösterreich hat sich die Ernte durch die eingesetzte, lĂ€ngere Regenperiode zum eigentlichen Erntezeitpunkt leider verzögert. Dennoch sind die Hektoliter-Gewichte noch sehr gut ausgefallen. Die Proteinwerte haben durch die ebenso höheren ErtrĂ€ge gelitten. Es wird erwartet - wie in Niederösterreich â dass die Proteinwerte um ca. 0,2-0,7 % niedriger liegen als im Vorjahr. Weizen, der jetzt noch auf den Feldern steht, kann gröĂtenteils wahrscheinlich lediglich nur noch fĂŒr Futterzwecke eingesetzt werden.
ROGGEN
Die Roggenernte im gröĂten Anbaugebiet Ăsterreichs, dem Wald- und Weinviertel, wo ca. 80% des österreichischen Roggens angebaut und geerntet werden, hat erst dieser Tage wieder eingesetzt. Es wird ebenso von sehr heterogenen QualitĂ€ten, bedingt durch die unterschiedlichen, sortenbedingten ReifezustĂ€nde des geernteten Roggens, berichtet. SpĂ€tere Roggensorten können derzeit noch mit akzeptablen Fallzahlen (> 150 sek. / > 500 AE) eingebracht werden. Bei frĂŒheren Roggensorten wird aber schon von Fallzahlen unter 100 sek. berichtet. Jener Roggen, der in Oberösterreich geerntet wurde, weist ĂŒberraschenderweise sehr sehr hohe Amylogrammwerte auf. Die oberösterreichische Roggenerte bzw. Marktleistung umfasst allerdings lediglich wenige hunderte Tonnen! Guter Roggen scheint â zumindest derzeit â Mangelware zu sein, da auch in Deutschland die ErnteflĂ€che um 14% gegenĂŒber dem Vorjahr zurĂŒckgegangen ist. Dazu kommt, dass groĂe Teile - es wird von ĂŒber 40-50% berichtet - der deutschen Roggen-ErnteflĂ€che noch immer auf den Feldern steht und die QualitĂ€t dieses Roggens nicht abgeschĂ€tzt werden kann. Dies gilt auch fĂŒr Polen und Tschechien, ebenso bedeutende Roggen-Anbaugebiete in Europa.
Alle Downloads dazu finden Sie aktuell in der Rubrik Presseinformation!!!
Download:
Haberfellner Ernteanalyse 2011
